Die
Zahl der Schutzsuchenden nichtdeutscher Herkunft ist bundesweit
gestiegen
Aussiedlerfrauen machen in der Betreuungsarbeit wenig Unterschied,
da sie auch im Ausland aufgewachsen sind. Voraussetzung für
die Aufnahme ist die Möglichkeit, sich verständigen
zu können. Ausländerinnen leiden nicht nur unter
ihrer derzeitigen Situation, sondern auch unter den Verlusterlebnissen
ihre Heimat betreffend. Freunde und Verwandte im gewohnten
Umfeld sind nicht erreichbar. Sie sind sozusagen "entwurzelt".
Ausländerinnen mit moslemischem Hintergrund haben aus
erwiesenen Erlebnisberichten kaum eine Chance, sich neu zu
orientieren. Die Familie duldet oft kein eigenständiges
Handeln und Denken. Sie glauben oft, dass sie nicht das Recht
haben, sich aus Gewaltbeziehungen zu lösen.
Vom psychologischen Beratungsangebot machen diese Frauen
wenig Gebrauch. Die organisatorischen Probleme, ihre spezielle
Situation betreffend, nehmen einen großen Teil der Zeit
ein. Insgesamt kann gesagt werden, dass bei ausländischen
Frauen eine größere Beziehungsabhängigkeit
besteht. Sie sind aufgewachsen in einem festen Familienverbund,
der auf jeden Fall eine feste Zugehörigkeit bedeutet.
Sie haben nicht gelernt, außerhalb der Familie selbständig
zu handeln. Die Rechtsberatung ist für Ausländerinnen
unumgänglich.